„Mir kommt die Galle hoch“: Wenn das Festessen zur Qual wird
Die Entfernung der Gallenblase ist eine der häufigsten OPs weltweit

SILS-Technik hinterlässt keine sichtbaren Narben nach der Operation

Viele kennen dieses Gefühl – nach einem genussvollen Essen entstehen Druckschmerzen im rechten Oberbauch, Übelkeit macht sich breit. Kolik-artige Schmerzen lassen die gute Stimmung schnell vorübergehen.
Die Ursache können Gallensteine und eine Entzündung der Gallenblase sein.

Nach einer ärztlichen Untersuchung und Diagnose wird, wenn notwendig, eine Entfernung der Gallenblase empfohlen.
„Die operative Entfernung der Gallenblase ist weltweit eine der häufigsten Operationen. Man kann sehr gut ohne Gallenblase leben. Die Entfernung wird heute in den meisten Fällen minimal-invasiv, also mit wenigen kleinen Hautschnitten durchgeführt.“, erklärt Primarius Dr. Thomas Riss, Vorstand der chirurgischen Abteilung im Hartmannspital in Wien Margareten.
Dort führt man die Entfernung der Gallenblase seit 2009 auch mit der innovativen SILS-Technik (Single Incision Laparoscopic Surgery) mit nur einem Hautschnitt durch.

Die SILS - Technik hinterlässt keine sichtbare Narbe

Der große Vorteil der SILS-Technik liegt darin, dass keine sichtbare Narbe zurückbleibt. Aufgrund des einzigen kleinen Zugangs über den Nabel erholen sich die Patienten sehr schnell nach der Operation und haben weniger Schmerzen.
Beim Weg über den Nabel in den Körper ist keine Nahtentfernung nach der Operation notwendig, da sich die Fäden von selber auflösen.

Die Gallenblase dient als Speicher für die Gallenflüssigkeit, die in der Leber produziert wird. Ursprünglich für die Menschen der Urzeit gedacht, die oft tagelang ohne Nahrung auskommen mussten, können wir heute dank regelmäßiger Nahrungsaufnahme gut ohne diesem Speicherorgan leben.


 

Prim. Dr.
Thomas Riss


 

Vorstand
Chirurgie