Psychologische Schmerztherapie:

Mag. Irene Staringer (Klinische- und Gesundheitspsychologin) ist vor allem auf der Station Restituta 4 (Interdisziplinäre Schmerztherapie) tätig.

Schmerzen – besonders chronische Verlaufsformen – werden heute als bio-psycho-soziale Erkrankung verstanden. Das bedeutet, dass neben der körperlichen Erkrankung bzw. Schädigung psychologische und soziale Faktoren entweder als Auslöser oder in der Aufrechterhaltung der Beschwerden eine wichtige Rolle spielen. Psychologische Schmerztherapie widmet sich den krankheitsbedingten psychosozialen Beeinträchtigungen und kann helfen, wenn es schmerzbedingt zu folgenden Beschwerden kommt:

  • Schlafstörungen und Erschöpfung
  • Angstzustände und Panikattacken
  • Gereiztheit und Unruhe
  • Depression
  • Einschränkung oder Verlust sozialer Kontakte
  • Einschränkung oder Verlust der Erwerbsfähigkeit
  • Familiäre Konflikte und Spannungen
  • Körperliche Folgeerkrankungen

Methoden der psychologischen Schmerztherapie:

Am Anfang jeder psychologischen Schmerztherapie steht eine ausführliche Exploration und klinisch psychologische Diagnostik, um individuelle Belastungsfaktoren sowie allfällige psychologische Erkrankungen zu identifizieren.
Daran anschließend baut der Behandlungsplan auf, der folgende Bereiche umfassen kann:

  • Psychoedukation – Vermittlung krankheitsbezogener Informationen und Bewältigungsstrategien
  • Aktivierung zu selbstbestimmter Krankheitsbewältigung
  • Überweisung zu weiterführenden psychotherapeutischen oder psychiatrischen Behandlungsangeboten
  • Vermittlung von Entspannungstechniken
  • Biofeedback zur Wahrnehmungsschulung und Spannungsreduktion
  • Körperorientierte psychologische Behandlungsansätze zur Aufdeckung psychischer Belastungsfaktoren und Traumabehandlung

Zudem stet der psychologische Dienst im Hartmannspital allen weiteren Stationen des Hauses nach Bedarf zur Verfügung.